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Anfischet 30. April 2011
Was soll ein An Fischet, wenn nicht gefischt wird? Seit einigen Jahren treffen sich die "Hegener und Rutenfischer" zum Saisonanfang zu einem gemütlichen Beisammensein. Es ist keine Ewigkeit her, als man bereits Ende April im Trichter Chretzer fing. - Dannzumal lohnte es sich frühmorgens zum Fischfang auszufahren und danach zum gemütlichen Teil über zu gehen. Jetzt ist es halt etwas anders. Trotzdem der AnFischet hat doch eine gewisse Tradition.

Am letzten Samstag im April war es wieder einmal soweit. 14 Interessierte trafen sich um 0900 Uhr im Bootshaus. Mit Privatautos -den Fahrzeughalter sei Dank- ging es in Richtung Romanshorn. Bei der Kant. Fischaufzucht- Anlage wartete bereits Fischereiaufseher Markus Zellweger mit einem freundlichen Guten Morgen auf uns. Kurz Händeschütteln da, dort ein kollegialer Smalltalk, dann ging's los. Überaus kompetent, kurzweilig und mit verständlichen Worten zeichnete Markus den Werdegang der heutigen Fisch-Aufzuchtstation auf. Wohl die Modernste und Effizienteste weit und breit. Während früher die Muttertiere oder eben Zuchtfische in Weihern gehalten wurden, leben sie heute artgerecht in Aufzuchtbecken. Dadurch und wegen den ganz kurzen Wegen beim Handling entfällt der Stress beim Streifen. Modernste Futterautomaten sorgen für das Wohl der Fische.
Gespannt erwarteten wir die Wegnahme der Abdeckung vor dem Schaufenster. Überrascht und mit grossen Augen verfolgten wir die im Schwarm vorüber ziehenden Forellen. Die offensichtlich auch uns neugierig beäugten. Solche Kaliber hätten wir auch gerne einmal am Haken. Übrigens ist es hier so wie bei den Menschen, es gibt auch einige, die gegen den Strom bzw. Schwarm schwammen. Eine eindrückliche Schau. Markus zeigte uns u.a. weiter auf, dass es zudem in den Thurgauer Bächen nach wie vor eine starke Natur-Verlaichung gibt, die wiederum den Seeforellen bzw. uns Fischern zugute kommt. Möglich machte dies artgerechte Bachverbauungen. Aber auch bei Ufergestaltungen und Hafenbauten im See steht heute der Fisch im Vordergrund. Die Meinung des Fischerei-Aufsehers hat wieder mehr Gewicht, weil man mittlerweile gemerkt hat, dass sich Fachkompetenz auszahlt.
Das war aber noch nicht alles. Krebse, div. Fischarten und auch ein Aal hegt Markus in einem sep. Becken. Dies vor allem als Anschauungs- Unterricht für Schulklassen und Besucher. Aber auch seine Moderlieschen-Zucht blieb uns nicht verborgen. Das Moderlieschen ist übrigens auf der Liste der bedrohten Tierarten. Kapitale Störe sind in der Anlage auch zu bestaunen. Markus hält diese nicht etwa als Kaviar- Lieferanten, sondern als Feriengäste für einen Hobby-Stör-Züchter.
Informationen über den Fischbesatz rundeten den fachlichen Teil ab. Dann ging's zum vom SFV offerierten Apéro. Jeder konnte die herrlichen Sonnenstrahlen und natürlich einen guten Schluck im Garten von Melanie und Markus geniessen, mit einem Weitblick auf den Bodensee, der seinesgleichen sucht. Übrigens waren Melanie und Markus einige Jahre sehr aktive Mitglieder des SFV. - Ein herzliches Dankeschön an beide. Markus wurde auch noch wärend des Apéros mit Fragen geradezu bestürmt. Geduldig und kompetent konnte er diese beantworten.

Zurück, beim Bootshaus, warteten die restlichen Teilnehmer auf uns. Im Seegarten war für 23 Personen aufgedeckt. Ein neuer Teilnehmer- Rekord. Sowohl vier Vorstandsmitglieder als auch zwei "Neumitglieder" zählten u.a. zur illustren Gesellschaft, die gespannt auf den Tafelspitz oder den hausgemachten Hackbraten warteten. Ganz von selbst entstand eine gemütliche Gesprächsrunde, gespickt mit Reminiszenzen aus jüngster oder ferner Vergangenheit. Erwartungsvoll beobachteten die Hungrigen das Auftragen des Menues. Für alle ein leckeres Mal, mit Service à discretion. Ein ganz Hungriger bemächtigte sich,unter den verzeihenden Blicken der Wirtin, kurzerhand dem "Nachschubgeschirr" und bediente sein Vis à vis und sich selbst. Namen will ich keine verraten. jeder weiss, wer gemeint ist. - Ein spontaner Applaus für die Wirtsleute drückte unsere Zufriedenheit aus.
So um 1500 Uhr herum klang der überaus informative und gemütliche An Fischet aus.
Bericht: Kurt Strobel / Fotos: Alfredo Sanfilippo
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