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Schwemmfischen 20.September 2008
Am Samstag 20.September um 7.00 Uhr war im Bootshaus schon reges Treiben. Nach und nach hatten sich 40 Sportfischer zum Schwemmfischen eingeschrieben. Die Wetterbedingungen waren zu dieser Zeit noch ideal aber wer den Wetterbericht studiert hatte, wusste dass zunehmend Biese angesagt war.
Kurz vor 8.00 Uhr wurden die Motoren gestartet, die Boote stauten sich bei der Hafenausfahrt. Einige Sportfischer mussten ihre Nerven in Zaum halten weil um punkt 8.00 Uhr bei Kurt Schmidt der Funken zur Zündschnur nicht springen wollte. Um 8.02 Uhr ertönte schliesslich der Startschuss und alle Boote verteilten sich im Obersee. Windverhältnisse beim Start: " ein leiser Zug dass über eine leichte Brise zur schwachen Brise (Bf 3) verstärkte" und von nord-östlicher Richtung her wehte. Es waren schwierige Bedingungen, denn bei Ein-Mann Besatzung musste der Kurs gehalten, der Biss erkannt und die Köderschnüre eingeholt werden. War ein Fisch am Angel musste das Gleichgewicht gehalten, der Zügel eingeholt und schlussendlich der Fisch gekeschert werden. Diese Umstände nutzten einige Fische und entkamen als sie Sichtkontakt mit dem Kescher hatten. Neidlos anerkannten wir Sportfischer, dass der Fisch heute die grössere Möglichkeit hatte zu entkommen.
Von 40 Sportfischern hatten 13 Fischer das Glück Fische zu fangen. Laut Fischbewertung wurden gefangen:1 Hecht, 1 Regenbogenforelle und einige Seesaiblinge /Gesamtgewicht der Fische 6.387 Kg. Vor der Rangverkündigung wurde wir von Tiny Hess und Irma Steimle mit einem Salat, Geschnetzeltes und einem feinen Dessert verpflegt.
Ein Dankeschön den Bier-Spendern Pascal Urben und Peter Riederer.
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Ergänzungsbericht - Der Weg zum Sieg von Marco Tosi
Als Marco um 9.30 Uhr noch keinen Fisch gefangen hatte wollte er es mit andern Ködern probieren. Als er nach geeigneten Schlepplöffeln in seinem Sortiment suchte, verlor er kurzzeitig die Kontrolle über sein Boot. Dies hatte zur Folge, dass sich das Boot im Kreis drehte. Der Kurvenradius war so klein das sich die Stahllitze der Tiefseerolle und eine Hundschnur um die Schiffsschraube wickelten. Marco verlor bei dieser Aktion die Stahllitze, die Köderschnüre, das Tiefseeblei und einen Hund. Alle Tierfreunde können beruhigt sein, denn der Hund wurde von Max Berger vor dem Ertrinken gerettet. Marco befreite die Schiffsschraube von der Stahllitze und fuhr Richtung Heimathafen. Anstatt in den Hafen zufahren liess er den verbleibenden Hund mit dem übrig gebliebenem Zügel mit Löffel heraus und drehte eine Verzweiflungsrunde im Trichter. Um 13.30 Uhr kam der nicht mehr erwartete Biss, die Bissanzeige am Hund zeigte es eindeutig. Marco konnte den 69 cm langen und 2.7 Kg schweren Hecht landen. Damit gewann er das Schwemmfischen.
Alfredo Sanfilippo